Zum Projekt „Betrieb und Schule (BUS)“ an der Emscherschule Aplerbeck

Das Projekt „Betrieb und Schule (BUS)“ wurde in Nordrhein-Westfalen entwickelt, um benachteiligten Jugendlichen die Berufswahl zu erleichtern. Das Programm startete mit dem Schuljahr 2001/2002 und bietet mittlerweile jährlich ca. 3600 Jugendlichen die Möglichkeit, ein Schuljahr in einer Kombination aus schulischem Lernen und betrieblichen Erfahrungen zu verbringen.

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein einjähriges Förderpraktikum, das die Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen in der Woche durchführen. Die restlichen drei Tage verbleiben sie an der Schule, wo ihnen fachliche Inhalte vermittelt werden, die sie in der betrieblichen Praxis der anschließenden Ausbildung und in der Berufsschule unbedingt benötigen. Unter Umständen ist dabei auch die Erlangung des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 möglich. Angestrebtes Ziel des Projekts ist ein nahtloser Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung im Anschluss an dieses letzte Pflichtschuljahr.

Das BUS – Programm ist bestimmt für Jugendliche, die die Schule sonst, zum Teil nach mehrfacher Wiederholung einzelner Schuljahre, voraussichtlich ohne den Hauptschulabschluss und ohne konkrete Perspektive für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz verlassen müssten.

Voraussetzungen für Schülerinnen und Schüler, um in eine Förderpraktikumsklasse aufgenommen zu werden, sind, dass sie bisher noch keinen Schulabschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 9) erreicht haben und dass sie zu Beginn des Schuljahres mindestens im 10. Schulbesuchsjahr sind. Hierbei ist es unerheblich, aus welcher Klassenstufe (7, 8 oder 9) und aus welcher Schulform sie kommen. Bei Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen muss die Aufnahmeberechtigung vorher geprüft werden.

Die Emscherschule Aplerbeck führt dieses Projekt von Beginn an – also seit dem Schuljahr 2001/2002 – durch. Bis zum Schuljahr 2006/2007 hatten 15 Schülerinnen und Schüler in einer BUS – Klasse die Möglichkeit daran teilzunehmen. In dieser Zeit konnten jährlich zwischen 30% und 50% der Teilnehmer im Anschluss an die Maßnahme eine Ausbildung beginnen; alle weiteren setzten ihre Schullaufbahn an Berufskollegs fort oder wurden in seltenen Fällen in berufsbildende Maßnahmen verbracht.

Der große Erfolg des Projekts „Betrieb und Schule (BUS)“ an der Emscherschule Aplerbeck führte dazu, dass die Anmeldezahlen für das Projekt Jahr um Jahr anstiegen. Schon im Schuljahr 2006/2007 konnten nicht mehr alle Anmeldewünsche erfüllt werden, da die BUS – Klasse eine Teilnehmerzahl von 15 Schülerinnen und Schülern nicht übersteigen darf.

Die Schule entschloss sich daher, mit dem Schuljahr 2007/2008 eine zweite BUS – Klasse zu installieren und somit ca. 30 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, an diesem Projekt teilzunehmen.

Um den Jugendlichen eine möglichst breite Einsicht in das Berufsleben zu ermöglichen und um ihnen bei der weiteren Zukunftsgestaltung in Form einer Ausbildung oder einer weiteren schulischen Laufbahn behilflich zu sein, arbeiten wir mit diversen außerschulischen Trägern und Institutionen zusammen. Hierbei wären besonders zu nennen: die Agentur für Arbeit Dortmund, weiterführende Berufskollegs, die AOK und das REWE Zentrallager.

Wichtiger Bestandteil eines jeden Durchgangs ist ein verpflichtendes mehrtägiges Berufsorientierungscamp, das Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres auf ihre Rolle im Praktikum bzw. einer späteren Ausbildung vorbereitet.

Für Schwierigkeiten, die evtl. beim alltäglichen Leben der Jugendlichen oder in der Schule / im Praktikum entstehen, wird das Projekt intensiv durch die Schulsozialarbeiterin, Frau Kraft, begleitet.

Derzeit befinden sich in den beiden BUS – Klassen des Jahrgangs 2015/16 29 Schülerinnen und Schüler. Diese werden an drei Tagen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch, sowie Arbeitslehre Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften, Religion und Sport unterrichtet. Dienstags und mittwochs absolvieren die Jugendlichen in unterschiedlichen Bereichen ein Praktikum. Die Praktikumsstellen werden nach den Wünschen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gesucht.

Für das Schuljahr 2016/17 wird wie jedes Jahr voraussichtlich im Juni 2016 ein Informationsabend stattfinden, an dem das Projekt detailliert vorgestellt wird. Der genaue Termin hierzu wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben werden.

Sollten noch Fragen unbeantwortet sein, so wenden Sie sich bitte an die beiden Klassenlehrer:

Wilfried Kannenberg / Rüdiger Zipfel

Sekretariat:               0231 – 47 64 35 60

Fax:                            0231 – 47 64 35 89

Beratungsbüro:        0231 – 47 64 35 70

Diensthandy:             0157 – 89 22 22 63

E-Mail:                      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!